Geschichten aus dem Clubleben: Amsterdam,
Toronto/Berlin, New York, Manchester und ein wilder Trip in die Wüste,
an 5 Filmabenden in 5 Clubs.

Die 3. Ausgabe der Clubfilmnächte erzählt wieder kleine und große Clubgeschichten. Geschichten aus dem Hier und Jetzt und Gestern, Zeitreisen und Zustandsbeschreibungen aus Amsterdam, New York, Manchester, Los Angeles und Toronto/Berlin. Wo sind die Grenzen der Verdrängung, wenn Subkulturen und das Clubleben aus den Innenstädten der Metropolen vertrieben werden? Wie eng ist Clubkultur mit dem Entstehen neuer Musikbewegungen verbunden? Wie wichtig sind Gender-Subkulturen für das Clubleben und können Clubs als „Safe Space“ funktionieren, um sexuelle Identitäten auszuprobieren, zu erleben und zu erfahren? Darf ein Club auch in Nostalgie schwelgen? Oder muss sich das Clubleben permanent neu erfinden und ständig auf der Suche sein nach neuen Orten, um eine Antwort auf die Frage zu finden: WHO OWNS THE DANCEFLOOR?

Andreas Döhler/ Künstlerische Leitung

Montag, 03.12.: DESOLATION CENTER – Ritter Butzke
Dienstag, 04.12.: PARADISO, AN AMSTERDAM STAGE AFFAIR – SO36
Mittwoch, 05.12.: KIKI – SchwuZ
Donnerstag, 06.12.: MANCHESTER KEEPS ON DANCING – Griessmühle
Freitag, 07.12.: QUEERCORE - HOW TO PUNK A REVOLUTION – Kitkat

Geschichten aus dem Clubleben: Amsterdam, Toronto/Berlin, New York, Manchester und ein wilder Trip in die Wüste, an 5 Filmabenden in 5 Clubs.

DESOLATION CENTER

Stuart Swezey

Ritter Butzke

03.12.2018

20:00 Uhr

DESOLATION CENTER

(Regie: Stuart Swezey, USA 2018, 93 Min., engl. OF)

Aus der Not heraus, vertrieben von einer immer repressiveren Polizei und Stadtpolitik, aber auch angetrieben von großer Kreativität, gingen in den 1980er-Jahren Teile der Subkultur Los Angeles im wahrsten Sinne des Wortes in die Wüste. Im Mojave Desert organisierten sie in Eigenregie eine Reihe anarchistischer „Desert Shows“, die von der Idee her zu Vorläufern späterer Groß-Festivals wie Burning Man und Coachella wurden, versehen mit einem Line-Up, daß das „Who-Is-Who“ der 1980er- Hardcore-Punk/Gitarren-Noise/Industrial-Szene repräsentierte: Sonic Youth, Einstürzende Neubauten, Meat Puppets, Minutemen und viele mehr.

It was pure destruction and pure creativity. In the 1980s, the outsider initiative Desolation Center was behind the anarchistic 'desert shows' in south-eastern California, which became the trailblazer for festivals such as Burning Man, Lollapalooza and Coachella. A collective experiment and rebellion in the middle of the desert with just 100 young participants, headed by the merely 20-year-old organiser (and director of the film) Stuart Swezey. Luckily for us, he taped it all on video! With Sonic Youth, Einstürzende Neubauten, Meat Puppets and The Minutemen on the set list, we are at the very heart of the chaotic project, as the 80s punk and industrial elite made the earth tremble in the Mojave Desert.

Montag, 03.12. im Ritter Butzke

DESOLATION CENTER

Stuart Swezey

Ritter Butzke

03.12.2018

20:00 Uhr

PARADISO, AN AMSTERDAM STAGE AFFAIR

Jeroen Berkvens

SO36

04.12.2018

20:00 Uhr

PARADISO, AN AMSTERDAM STAGE AFFAIR

(Regie: Jeroen Berkvens, NL 2011, 90 Min., OF mit engl. UT)

Dieser Film ist eine vielstimmige Liebeserklärung an das legendäre „Paradiso“ in Amsterdam und eine Ode an die Magie von Live-Konzerten, vor, hinter und auf der Bühne. Das „Paradiso“ war eine alte Kirche, die 1968 zu einem Jugendzentrum und mit Beginn der 1970er-Jahre zu einem der bekanntesten Konzertorte der Welt wurde. Pink Floyd und David Bowie haben hier gespielt, Nirvana und die Sex Pistols, Amy Winehouse und Nick Cave. In Interviews mit vielen Musikern, aber auch regulären Konzertgängern und mit vielen Live-Material aus dem „Paradiso“ ergründet die Dokumentation die Faszination dieses Ortes.

A many-voiced declaration of love to the Paradiso, the greatest music venue in the Netherlands, and an ode to the magic of pop concerts. In this film Jeroen Berkvens highlights, as in an exhilarating rollercoaster ride, all aspects of the Amsterdam pop temple. Still, the experience of the musicians is central, so that the film is also about what it’s like to perform in front of an audience. The staircase from dressing room to the Paradiso stage is not high, but with every step the emotions rise, balancing between fear and euphoria. Interviews with concertgoers and footage of memorable performances combine in an intuitive collage with commentary and concert excerpts from artists such as Paul Weller, Henry Rollins, Jello Biafra, Johnny Rotten, Martha Wainwright, Daniel Johnston and bands like Faithless, dEUS and Public Enemy. They talk about what it means for them to play here: over the nervousness beforehand, the fear and euphoria that coalesce the moment they take the stage, and about the contact with the audience that can make or break a show.

Dienstag, 04.12. im SO36

PARADISO, AN AMSTERDAM STAGE AFFAIR

Jeroen Berkvens

SO36

04.12.2018

20:00 Uhr

KIKI

Sara Jordenö

SchwuZ

05.12.2018

20:00 Uhr

KIKI

(Regie: Sara Jordenö, USA 2016, 96 Min., engl. OF)

Es ist eine Jugendbewegung, sagt die schwedische Filmemacherin Sara Jordenö über ihren eindrucksvollen Dokumentarfilm. Das wegweisende Porträt der jungen farbigen LGBT-Community führt den Zuschauer dorthin, wo sich Black Lives Matter und Trans Lives Matter und mehr brennend aktuelle politische Initiativen aufeinander treffen. Der Insider-Blick zeigt die Interaktion von Politik, Subkultur und Tanz in der New Yorker Ballroom-Szene und nimmt dabei eine konsequent radikalere Position ein als sein berühmter Vorgänger "Paris is Burning". Das authentische Interesse der Filmkünstlerin an den Menschen, die inmitten der ebenso flamboyanten wie komplexen Szene leben und überleben lässt keinen Platz für soziokulturellen Exotismus. "Kiki" ist nicht einfach ein Film über die Szene, sondern ein Film der Szene über ihre eigenen Strukturen und Aspirationen. Die Ball Culture ist ein eigenes kreatives Konzept innerhalb der LGBT-Scene, in dem verschiedene "Houses" genannte Gruppen gegen einander antreten.

In New York City, LGBTQ youth-of-color gather out on the Christopher Street Pier, practicing a performance-based artform, Ballroom, which was made famous in the early 1990s by Madonna’s music video “Vogue” and the documentary “Paris Is Burning.” Twenty-five years after these cultural touchstones, a new and very different generation of LGBTQ youth have formed an artistic activist subculture, named the Kiki Scene. In KIKI we meet Twiggy Pucci Garçon, the founder and gatekeeper for the Haus of Pucci, Chi Chi, Gia, Chris, Divo, Symba and Zariya. Each of these remarkable young people represents a unique and powerful personal story, illuminating the Kiki scene in particular, as well as queer life in the U.S. for LGBTQ youth-of-color as a whole.

Mittwoch, 05.12. im SchwuZ

KIKI

05.12.2018

SchwuZ

05.12.2018

20:00 Uhr

MANCHESTER KEEPS ON DANCING

Javi Senz

Griessmühle

06.12.2018

20:00 Uhr

MANCHESTER KEEPS ON DANCING

(Regie: Javi Senz, U.K. 2017, 90 Min., engl. OF)

Der Film dokumentiert die Anfänge der House Music im Manchester der 1980er-Jahre, erzählt von der Acid House-Explosion 1988 und dem phänomenalen Einfluss, der auch 30 Jahre später noch die Clubszene Manchesters prägt. Die Geschichte geht weit über das legendäre Haçienda hinaus, mit Archivmaterial, das es bisher so noch nicht auf Film zu sehen gab und vielen Interviews mit lokalen und internationalen House-DJs, Produzenten und Promotern der Szene. Diese Dokumentation ist die perfekte Ergänzung zur Haçienda-Doku „Do You Own The Dancefloor?“ in unserem Programm.

The film documents the arrival of House music in Manchester in the 1980s, through to the Acid House explosion of 1988 and a further 30 years of its phenomenal impact. Digging deeper than the story of the famed Haçienda, this documentary presents archive footage that has never been seen on film, alongside in-depth interviews with local and international DJs, to explore how House music arrived in the city and take viewers on a journey through its memorable stories. The timeline begins pre-Haçienda and features contributions from each ensuing decade’s most respected DJs, producers, promoters and social commentators including Greg Wilson, Mike Pickering, Dave Haslam, Andrew Weatherall, Marshal Jefferson, Carl Craig, Eats Everything, Krysko, Ralph Lawson, Laurent Garnier, Todd Terry, Seth Troxler and many more.

Zusatz-Screening um 22:00 Uhr

Donnerstag, 06.12. in der Griessmühle

MANCHESTER KEEPS ON DANCING

Javi Senz

Griessmühle

06.12.2018

20:00 Uhr

QUEERCORE - HOW TO PUNK A REVOLUTION

Yony Leyser

Kitkat

07.12.2018

20:00 Uhr

QUEERCORE - HOW TO PUNK A REVOLUTION

(Regie: Yony Leyser, USA 2017, 83 Min., OF mit engl. UT)

Das schönste Bild des Films sind Stöckelschuhe, die bei einer Queer-Parade ein gefaktes Polizeiauto demolieren. Es ist eines von vielen tollen Archivaufnahmen, die Yony Leyser (“Desire Will Set You Free”), der seit 2010 in Berlin lebt, für seinen Dokumentarfilm „Queercore – How To Punk A Revolution“ über die Entstehungsgeschichte der Queer-Bewegung im Nordamerika der 1980er-und 90er-Jahre ausgegraben hat. Der Film ist reich gefüllt mit Raritäten über die künstlerische Queercore-Bewegung, die in Toronto entstand und sich ab 1990 mit der New Yorker „Queer Nation“-Bewegung ergänzte. Als Künstler agierten und agitierten die kanadischen Queercorer als totale Anarchisten, da sie von der Schwulen- und Punkszene gleichermaßen abgelehnt wurden und ein Credo auslebten, dass die Performerin Penny Arcade im Film treffend auf den Punkt bringt: Queer ist nur der echte Außenseiter! Prägende Figuren der Queercore-Szene Torontos waren der Regisseur Bruce LaBruce und G.B. Jones, Mitbegründerin der feministischen Post-Punk-Band „Fifth Column“, die wiederum maßgeblich die spätere Riot Grrrl-Bewegung beeinflußte, wie Kathleen Hanna im Film klug zu erklären versteht. „Queercore“ bereitet große Lust sich tiefer in die Geschichte dieser Bewegung zu begeben.

Started in Toronto in the 1980s as a fabricated movement intended to punk the punk scene, Queercore quickly became a real-life cultural community of LGBTQ music and movie-making revolutionaries. From the start of the pseudo-movement to the widespread rise of pop artists who used queer identity to push back against gay assimilation and homophobic punk culture, 'Queercore: How to Punk a Revolution' is just that: a how-to-do-it guide for the next generation of queer radicals. The extensive participant list includes Bruce LaBruce, G.B. Jones, Genesis Breyer P-Orridge, John Waters, Justin Vivian Bond, Lynn Breedlove, Silas Howard, Pansy Division, Penny Arcade, Kathleen Hanna, Kim Gordon, Deke Elash, Tom Jennings, Team Dresch, and many more.

Freitag, 07.12. im Kitkat

QUEERCORE - HOW TO PUNK A REVOLUTION

Yony Leyser

Kitkat

07.12.2018

20:00 Uhr

MAESTRO

Josell Ramos

Weekend

11.11.2017

20:00 Uhr

MAESTRO

(Regie: Josell Ramos, USA 2003, 90 Min, engl. OF)

Vorprogramm: LAND OF 1000 DANCES. EINE KLEINE GESCHICHTE DER CLUBKULTUR

(Regie: Rotraut Pape, Deutschland 1999, 36 Min, engl. OF mit UT)

Eine kleine Zeitreise zu den Ursprüngen der heutigen House-Disco-Clubkultur. Das Buch "Subculture: The Meaning of Style" (1979) des britischen Pop-Forschers Dick Hebdige ist ein Meilenstein in der Durchleuchtung jugendlicher Subkulturen. Seit den 1970ern hat Hebdige das Phänomen der "Club Culture" studiert. Ausgehend von persönlichen Erfahrungen und Erinnerungen lässt er in LAND OF 1000 DANCES. EINE KLEINE GESCHICHTE DER CLUBKULTUR die letzten vier Jahrzehnte Clubkultur Revue passieren. Seine Ausführungen, überwiegend Erkundungen der Tanzflächen New Yorker Clubszene von den 1960er bis 90er, werden von Rotraut Pape materialreich in Szene gesetzt, und stellen dabei immer das jeweils Neue, den Erfindungsreichtum, die Energie und die Visionen der unterschiedlichen Clubkulturen heraus.
Im Zentrum der erstklassigen Dokumentation MAESTRO über die Enstehung der heutigen Club-Dance-Culture steht Larry Levan, der Impressario der legendären "Paradise Garage" (New York 1976-1987), sowie David Mancuso, Betreiber der ebenso berühmten New Yaorker Loft-Partys der 1970er. Aber statt nur die "guten alten Zeiten" zu glorifizieren, bohrt Regisseur Josell Ramos nach und fördert ein eher persönliches Bild einer Zeit ans Licht, in der vieles nicht selbstverständlich war, was man heute als solches empfindet. Doch gerade dieser Aspekt hat die wirklich kreativen Kräfte freigesetzt und damit auch den Weg von Disco & House aus dem Underground in den Mainstream geebnet.

Mitwirkende: Larry Levan, David Mancuso, Frankie Knuckles, Nicky Siano, Francis Grasso, Francois K., "Little" Louis Vega, Danny Tenaglia, Tony Humphries, John Jellybean Benitez, Keith Haring, Joaquin Joe Claussell, Alex Rosner, Richard Long und vielen anderen.

Samstag, 11.11. im Weekend

YOU ARE EVERYTHING

Lena Geller

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12.11.2017

20:00 Uhr

YOU ARE EVERYTHING

(Regie: Lena Geller, Deutschland 2016, 98 Min)

Vorprogramm: Raupe Nimmersatt

(Regie: Leonor von Salisch & Bobbie Roelofs)

Road-Movie, Musikfilm, Abenteuerfilm, Spielfilm, dokumentarisch gedreht, mehr improvisiert als minutiös geplant: YOU ARE EVERYTHING ist ein genreübergreifendes Filmprojekt über eine Festival-und Partyszene, die sich selbst über alle Grenzen hinwegsetzt: Die nationale und internationale Psytrance & Goa-Szene. 2011 ging alles los, 12 Filmenthusiasten machten sich auf eine unvergleichliche Reise durch Europas Psytrance-Szene. Sie besuchten Festivals wie die Antaris, die O.Z.O.R.A., Spirit Base, Paradise, Life Celebration, Sonica, Aurora, Universal Religion, Tree Of Life, Boom und noch viele mehr. Nach einem Zeitraum von insgesamt 2 Jahren mit über 100 Drehtagen ist daraus ein Film geworden, der von Enthusiasmus und Idealismus getragen, nicht nur die Lebensentwürfe seiner Protagonisten komplett auf den Kopf gestellt hat. Mit dem persönlichen, bedingungslosen Eintauchen seiner MacherInnen in die europäische Psy-Festival-Kultur ist der Film dicht dran an einer Szene, deren Werte wie Liebe, Freiheit, Gemeinschaft und ein friedliches Miteinander über Musik und gemeinsames Feiern transportiert werden. Ein wichtiger Film gerade in Zeiten, die wieder auf Abschottung und Abgrenzung setzen.

Sonntag, 12.11. im ://about blank

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